iOT App Entwicklung

Blogeintrag:

iOT App Entwicklung - Kosten und der Prozess

18 März 2019

Bereits seit einigen Jahren erreicht das Internet immer mehr Aufmerksamkeit bei den unterschiedlichsten Personengruppen. Fast jeder hat schon einmal von der Industrie 4.0 gehört. Aufgrund dieses enormen technischen Fortschritts kommen immer wieder Fragen auf, wie zum Beispiel, wie so ein Entwicklungsprozess einer App überhaupt aussieht oder wie teuer die Entwicklung einer App ist. In diesem Beitrag werden Ihnen die wichtigsten Informationen zu dem Thema beantwortet.

Bei was handelt es sich überhaupt um eine iOT App?

Ein typisches Beispiel für eine iOT App stellt Phenonet dar. Es handelt sich um eine App für die Landwirtschaft. Landwirten wird es ermöglicht, durch bestimmte Sensoren, wichtige Eigenschaften wie zum Beispiel die Bodenqualität, die Lufttemperatur oder die Luftfeuchtigkeit zu überwachen. Die App ermöglicht somit genaue Prognosen für die folgenden Ernten. Ein anderes Beispiel für eine iOT App stellt eine App dar, welche eine Wärmepumpe ferngesteuert navigieren kann. Die Parameter über die Pumpe können, egal wo man sich gerade befindet, aufgerufen und angepasst werden. 

Wie sieht die Struktur einer iOT App aus?

Die Bestandteile einer iOT App können auf mehrere Bereiche aufgeteilt werden. 

Der erste Bereich wird von den sogenannten „Things“ dargestellt. In diesem Bereich werden alle eigentlichen Geräte zusammengefasst, welche gesteuert und überwacht werden müssen. Außerdem fallen in diesen Bereich auch der Mikrocomputer und diverse Sensoren. Es kann also erkannt werden, dass die sogenannten „Things“ Daten erzeugen, welche anschließend an andere Komponenten weitergegeben werden müssen. Bei dem genannten Beispiel mit der Wärmepumpe wären dies somit die dazugehörigen Sensoren. 

Der zweite Bereich wird von „Device Edge“ dargestellt. Es handelt sich hierbei um Netzwerkkomponenten, welche eine direkte Quelle zum Kernnetzwerk aufweisen und sich am Rand des Netzwerks befinden. Durch diese Komponenten wird es ermöglicht, dass eine Verbindung zu anderen Schnittstellen und Geräten aufgebaut werden kann. Bei dem Beispiel mit der Wärmepumpe wäre dies eine WLAN- und eine Serververbindung. 

Der dritte Bereich wird von „Data Management und Intelligence“ dargestellt. Die iOT Hardware erzeugt viele Daten, welche allesamt gespeichert werden müssen. Diese Daten sind dabei behilflich Prognosen und Analysen durchzuführen. Es handelt sich also grundsätzlich um eine Datenbank, in welcher sehr viele Daten aufbewahrt werden. 

Der vierte Bereich wird vom sogenannten „API“ repräsentiert. Die Programmierschnittstelle ist dabei behilflich, die gesammelten Daten an die Anwendungen weiterzuleiten. 

Der fünfte Bereich wird von der jeweiligen Plattform der Anwendung dargestellt. Es handelt sich um eine gehostete Anwendung auf einer Cloud. Sie kann als Kommandozentrale des Systems bezeichnet werden, da sie als Administrationsoberfläche dient. Dieser Bereich ist vor allem für die Visualisierung der Daten und die Sammlung von Tools verantwortlich. 

Der sechste Bereich wird von den Anwendungen repräsentiert. Hier werden verschiedene Front-End-Anwendungen zusammengefasst. Diese können industrie-spezifische Oberflächen, Apps, Web- und Mobile Plattformen oder Apps sein. Bei dem Beispiel mit der Wärmepumpe würde es sich also um eine App handeln, welche die Fernsteuerung und Überwachung der Wärmepumpe übernimmt. 

Wie wird eine solche iOT App überhaupt entwickelt?

Bei der Erstellung einer iOT App müssen einige Aspekte besonders berücksichtigt werden. 

Im ersten Schritt muss man sich mit der Ideenfindung beschäftigen. Der große Hype um iOT Apps bezweckt, dass oftmals Apps entwickelt werden, die anschließend keiner haben möchte. Aufgrund dessen ist es von hoher Bedeutung, sich vorab bereits Gedanken darüber zu machen, welche App überhaupt entwickelt werden sollte und was diese für einen Mehrwert bieten kann. 

Im zweiten Schritt beschäftigt man sich hauptsächlich mit der Konzeptionierung. Am Anfang müssen erst mal grundlegende Fragen beantwortet werden. Im Vordergrund stehen vor allem Fragen wie welche Geräte mit welchen Apps verbunden werden, welche Anbieter und Sensoren benötigt werden, welche Netzwerkprotokolle benutzt werden oder welche Tools integriert werden sollten. 

Es ist sehr wichtig, dass die verschiedenen Teilaufgaben miteinander abgestimmt werden. Es gibt für jeden Teilschritt eigene Unternehmen, welche sich auf diesen Teilschritt spezialisiert haben. Aufgrund dessen ist es viel komplexer, ein Konzept für eine iOT App auszuarbeiten als für eine normale App. 

Der dritte Schritt beschäftigt sich mit dem Prototyping. Das iOT Prototyping spielt eine sehr große Rolle. Die Zielgeräte können hier simuliert und optimal getestet werden. Aufgrund dessen kann man in der Anfangsphase auch sehr viel Geld einsparen, indem mit Mikrocomputern ein Prototyp aufgebaut wird. 

In diesem Kontext muss sicherlich auch RAD erwähnt werden. Es handelt sich um eine Methode, in dieser das Prototyping im Vordergrund steht und nicht die gesamte Planung der iOT App. 

Im letzten Schritt muss man sich mit der eigentlichen Umsetzung der iOT App beschäftigen. Meist kann man hierbei auf unterschiedliche Spezialisten zurückgreifen. 

Wie viel muss für die Entwicklung einer iOT App investiert werden?

Grundsätzlich kann keine pauschale Angabe von Kosten getätigt werden, da diese vom Umfang des Entwicklungsprozesses abhängig sind. Das Budget, welches für die Entwicklung der iOT App benötigt wird, kann aber in vier unterschiedliche Bestandteile aufgeteilt werden. So kann leichter abgeschätzt werden, wie viel investiert werden muss. 

Der erste Bestandteil der Kosten ergibt sich aus der Konzeptionierung. Die Kosten für die Konzeptionierung werden sehr oft nicht berücksichtigt. Dies stellt allerdings einen grundlegenden Fehler dar, da die Kosten für diese Projektphase mehrere Tausend Euro betragen können. Dies ist natürlich von der Größe und der Komplexität der App abhängig. Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass man für einen Prototyp und die Entwicklung des Konzepts ungefähr 5.000 Euro einrechnen muss. Hier kann die Faustregel angenommen werden, dass für diese Phase ungefähr fünf bis zehn Prozent der Gesamtkosten investiert werden müssen. 

Der zweite Bestandteil der Kosten ergibt sich aus der Hardware. Dieser Kostenbestandteil ist im Normalfall der Größte des Projekts. Dies resultiert daraus, da die Kosten für die Hardware ungefähr 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten einnehmen werden. Je nach Größe des Geräts müssen hier mehrere Hunderttausend Euro, wenn nicht sogar Kosten in Millionenhöhe, einberechnet werden. Die Kosten können etwas gemindert werden, indem ein Prototyp gebaut wird, bevor mit dem iOT Projekt begonnen wird. 

Der dritte Bestandteil der Kosten ergibt sich aus der Infrastruktur. Zu diesem Kostenbestandteil zählen die Middleware sowie skalierbare Cloud-Server, Analyse Tools und vieles mehr. Grundsätzlich müssen für die Infrastruktur ungefähr 40.000 bis 50.000 Euro eingerechnet werden. 

Der letzte Bestandteil der Kosten ergibt sich aus der Entwicklung. Die Entwicklungskosten sind relativ überschaubar. Allerdings hängen die Kosten für die Programmierung von sehr vielen anderen Faktoren ab. Die Entwicklungskosten belaufen sich insgesamt auf ungefähr zehn bis 15 Prozent des Gesamtbudgets. 

Außerdem fallen natürlich Stundenpreise für die Experten an, welche das Projekt unterstützt haben. Dies können zum Beispiel Projektleiter, Ingenieure oder Entwickler sein. Der Stundenlohn beginnt hier ab ungefähr 80 Euro. Meist sind die Preise allerdings bei mindestens 100 Euro pro Stunde zu finden. Da die iOT Technologie sehr neu ist und es aufgrund dessen noch sehr wenige Experten gibt, kann man durchaus davon ausgehen, von einem teuren Experten abhängig zu sein. 

Wie können iOT Apps besonders kostengünstig erstellt werden?

Es gibt keinen Grund sich vor hohen Kosten abschrecken zu lassen, denn die iOT App kann auch anders erstellt werden. Bei dem Prototyp kann grundsätzlich auf schönes Design und weitere Extras verzichtet werden. Dies resultiert daraus, da lediglich das Produkt getestet werden sollte. Außerdem kann man ohne Probleme auf teure und lange Workshops verzichten, da sie einem nicht sonderlich viel bringen. Es ist wichtig, über ein iOT Development Kit zu verfügen und auf ein vernünftiges Entwicklungsunternehmen zurückzugreifen. Nur ein vernünftiger Entwicklungsbetrieb wird die Wünsche des Kunden sofort, ohne kritische Betrachtungsweise, durchführen.

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